Medienkompetenz vermitteln

Medienkompetent und sicher im Netz bewegen

Auf dieser Seite findet ihr hilfreiche Tipps zum Thema Medienkompetenz. Unter anderem bieten unsere Mit-Initiatoren Leonie Lutz und Andrea Reif Workshops zum Thema “Kinder digital begleiten” und “Umgang mit dem Smartphone” an. Kati Dörrler hat auf ihrem Blog heymoms.de ein Interview mit Tina Busch zum Thema Medienkompetenz geführt – das Interview findet ihr weiter unten im Beitrag!

Bei Fragen zum Thema Medienkompetenz stehen wir euch immer gerne zur Verfügung!


Digital kompetente Kinder brauchen digital kompetente Eltern!

Unsere Mit-Initiatorin Leonie Lutz bietet daher mit ihrem Online-Lern-Programm “KINDER DIGITAL BEGLEITEN” Informationen, Hilfen und mehr für Eltern von Kita bis Teens.
Klar und verständlich erklärt sie, welches Risiko und welche Chancen im Netz auf unsere Kinder warten – aber auch wie wir sie unterstützen können.


Sicher und Fit fürs eigene Handy – Familienworkshops in Gilching bei München

Unsere Mit-Initiatorin Andrea Reif veranstaltet (in Corona freien Zeiten) Medienkompetenztrainings für Familien in ihrem CoWorking Space in Gilching bei München.
In diesen Workshops geht was darum, dass Familien gemeinsame Leitlinien im Umgang mit digitalen Medien festlegen. Verstehen welche Chancen und Risiken das Digitale mit sich bringt. Und am Ende gelassener und auf Augenhöhe über gemeinsame Regeln und Lösungen sprechen können.


Interview zum Thema Medienkompetenz mit Tina Busch – heymoms.de

Tina Busch hat sich zur Verfügung gestellt mir ein Interview zum Thema Medienkompetenz zu geben. Als Expertin auf diesem Gebiet hat sie mir einige Tipps zu Mediennutzung und Bildschirmzeiten mitgegeben und auch ein paar spannende Apps für Kinder und Teens.

Kati: Die meisten Eltern sind gerade in Zeiten der Quarantäne zu Hause im Homeoffice. Die Kinder machen Homeschooling oder haben den Ferien. Damit dieses Konstrukt funktioniert, räumen Eltern ihren Kinder mehr Bildschirmzeit ein. Da regt sich oft auch ein schlechtes Gewissen. Was meinst Du dazu Tina?

Tina Busch: Besondere Gegebenheiten erfordern besondere Maßnahmen. Es ist nicht verwunderlich, dass die Bildschirmzeit bei den Kindern länger geworden ist, das ist doch klar. Wer im Homeoffice arbeitet und seine Aufgaben erledigen muss, der muss auch zusehen, dass er irgendwie seine Kinder beschäftigt. Aber, und damit nehme ich eine deiner Fragen schon vorweg, es ist wichtig, dass es altersgerechte Inhalte sind, welche die Kinder konsumieren. Am besten ist es, wenn sie produktiv und kreativ mit den Medien arbeiten, anstatt sich einfach nur berieseln zu lassen.  

Kati: Wie viel Bildschirmzeit ist denn in Ordnung?

Tina Busch:  Das kann ich nicht pauschal sagen, denn ich kenne dein Kind ja nicht. Klar kann ich sagen, dass jüngere Kinder weniger Bildschirmzeit haben sollten, als ältere Kinder. Aber es kommt dann doch sehr auf das individuelle Kind an. Manchen reicht eine halbe Stunde, dann sind sie schon durch den Wind. Andere sind vollkommen zufrieden, wenn sie zwei Stunden etwas gemacht haben. Da kommt es auch darauf an, ob die Kinder oder Teens einfach nur YouTube oder YouTube Kids geschaut oder, ob sie einen Stop-Motion Film gedreht oder auf Minecraft eine ganz Welt entstehen lassen haben. Dafür braucht man mehr Zeit, auch mehrere Stunden. Sobald sie produktiv und kreativ arbeiten, sind sie danach auch nicht kaputt und schlecht gelaunt. Zeitliche Limitierung ist auch nicht die richtige Herangehensweise. Viel besser ist es inhaltlich zu beschränken. Eine Folge der Lieblingsserie dauert vielleicht 20 Minuten. Das Lieblingsspiel braucht für eine Runde 30 Minuten. Lege ich jetzt vorher ein 30 Minuten Limit fest, dann gibt es natürlich Stress, weil die zweite Folge der Serie gerade mittendrin ist. Viele online Spiele sind auf Runden ausgelegt, da kann man nicht einfach nach einer halben Stunde ein Ende fordern. Man kann sich viele Konflikte sparen, wenn man nicht zeitliche, sondern inhaltliche Vereinbarungen trifft. 

Kati: Hast Du noch ein paar Tipps für uns als Eltern. Wie kommen wir unserer Verantwortung nach diese Bildschirmzeit eine Gute werden zu lassen?

Tina Busch: Nimm Dir die Zeit und informiere Dich über gute, altersgerechte Inhalte. Es gibt richtig gute Websites im Netz und tolle Profile bei Instagram. Lade nicht wahllos Apps und Spiele herunter. Bei help2explore gibt es Informationen zu Stop-Motion Filmen und Minecraft. Wir haben uns kürzlich eine App heruntergeladen, die heisst “Flora Incognita”. Damit kann man Pflanzen im Garten oder beim Spazierengehen bestimmen. Es gibt Apps, mit denen man Musik machen oder Bücher erstellen kann, z.B. Book Creator.
Begleitet doch mal eure Kinder und macht gemeinsam ein Video auf TikTok. Ihr müsst das Video nicht hochladen oder veröffentlichen. Das macht unheimlich Spaß und die Kinder lernen auch eine Menge über die Erstellung von Videos. Lasst eure Kinder nicht immer nur alleine mit diesen Geräten. Nehmt euch die Zeit und probiert gemeinsam eine App aus, dreht ein Video oder spielt zusammen ein Online-Spiel. Man könnte gemeinsam eine Stunde Medienzeit machen und jeder darf seine Lieblings-App, seinen YouTuberIn oder ein Spiel vorstellen. 

Kati: Vielen Dank an Tina Busch für all die Tipps und Ratschläge. Ihr könnt Tina gerne bei Fragen direkt kontaktieren


Mit-Gründerin Andrea Reif im Gespräch mit Patricia Cammarata zum Thema Mediennutzung

In diesem Studienkreis-Talk diskutierten die Elternbloggerinnen Patricia Cammarata (dasnuf.de) und Andrea Reif (DieAnderl) mit dem Moderator Ulrich Grünewald, wie Eltern ihre Kinder fit für die Mediennutzung machen. Die Expertinnen vertreten teilweise sehr unterschiedliche Ansätze zur Begrenzung der Medienzeit und Co und ermutigen Eltern damit, verschiedene Ansätze abzuwägen und den eigenen Weg damit zu finden.